Header Hochwasserschutz

Unwetterwarnungen

  Unwetterkarte vom DWD

© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Wetter in Wächtersbach


Abwehren

Starkregenereignisse

In den vergangenen Jahren haben Starkregenereignisse immer mehr zugenommen. Aus dieser Zunahme entsteht ein wachsendes Gefährdungspotential für Infrastruktur, Produktionsstandorte und Sachwerte. Häufig sind nicht die großen Städte, an Flüssen wie Main oder Elbe betroffen, sondern vielmehr kleinere Gemeinden in den Mittelgebirgsregionen mit ihren mittelständischen Betrieben. Die Starkregenereignisse treten zumeist mit sehr geringen Vorwarnzeiten in äußerst hoher Intensität in Erscheinung. Die dann alarmierten Einsatzkräfte haben oft nur noch die Möglichkeit Absperrmaßnahmen vorzunehmen und können keinen Objektschutz mehr betreiben.

Die "normalen" Hochwasserschutzmaßnahmen lassen sich auf Grund der geringen Vorwarnzeiten nicht umsetzen. Genau hier setzten die Planungen der Lotz AG Ingenieure an. Individuell werden auf die örtlichen Gegebenheiten bauliche, mobile und organisatorische Schutzmaßnahmen mit den Einsatzkräften und kommunalen Entscheidungsträgern entwickelt.

Ein Beispiel ist das selbsttätig schließende Stemmtor in einer Brückenunterführung. Die örtliche Situation stellte sich wie folgt dar: die Ortslage mit sehr dichter Bebauung wird von einem relativ steilen Außengebiet durch eine auf einer Verwallung verlaufenden Bundesstraße getrennt. Es ist lediglich eine Zufahrt über eine Brückenunterführung von der Ortslage zum Außengebiet vorhanden. Durch diese Unterführung strömen bei Starkregenereignissen wiederkehrend Wassermassen in die Ortslage und richteten größere Schäden an.

Da die üblichen Maßnahmen wie die Abhängung von Außengebieten oder Schaffung von Retentionsräumen durch Dämme an diesem Standort nicht realisierbar waren, wurde von den Lotz AG Ingenieuren ein selbsttätig schließendes Stemmtor geplant, wie es bisher nur an Deichscharten der Nordseeküste vorzufinden war. Durch diese Planung wird in dem Außengebiet im Falle von Starkregenereignissen ein Einstauraum von über 4.000 m³ geschaffen und die Ortslage von Ereignissen bis zu einer Jährlichkeit von 20 Jahren geschützt.

Im Trockenwetterfall steht das Tor in der Parkposition an den Wiederlagern der Brückenunterführung und gewährleistet einen ungehinderten Durchfahrtsverkehr. Bei eintretenden Starkregenereignissen schließt das Tor innerhalb von 5 Minuten selbsttätig und generiert so den Einstauraum. Zeitgleich erfolgt eine Alarmierung der Einsatzkräfte über ein GSM-Modem. Zudem ist das Tor mit Sicherheitskontaktschleifen ausgestattet um selbsttätig bei Kontakt mit Personen oder Fahrzeugen den Schließvorgang anzuhalten.

Eckdaten:

  • Stemmtor, Material Stahl mit Anstrich, Fa. HAST
  • Bodenanschlag Stemmtor Straße, Material Edelstahl 1.4301
  • Antrieb Stemmtor elektrisch, Fabrikat Auma
  • Steuerung: SMART 200 mit GSM/GPRS Modem
  • Drucksonde zur Wasserstandsmeldung, Fabrikat Boie
  • Ampelanlage, Verkehrsschilder zur Verkehrssicherung
  • Anfahrschutz der Gelenkwelle im Durchfahrtsbereich, Material Edelstahl 1.4301
  • Verkehrssicherung Anfahrschutz Stemmtor, Material Beton

Stemmtor Stemmtor Stemmtor